Hausstaubmilben.
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Unsichtbar, harmlos im Biss und trotzdem das zweithäufigste Inhalations-Allergen. Hier erfährst du, wie Hausstaubmilben leben, warum gerade das Bett ihr Reich ist, und wie du sie von den Milben unterscheidest, die wirklich stechen. Denn die häufigste Verwechslung im Netz ist: „Milben im Bett, die beißen". Das sind keine Hausstaubmilben.

Makroaufnahme von Matratzen-Textilfasern, dem typischen Lebensraum von Hausstaubmilben

Was Hausstaubmilben sind

Die Hausstaubmilbe (lateinisch Dermatophagoides, „Hautfresser") ist ein 0,1-0,5 mm kleines Spinnentier mit acht Beinen. In Europa dominieren zwei Arten: Dermatophagoides pteronyssinus (die europäische Hausstaubmilbe) und Dermatophagoides farinae (die amerikanische). Aus ihren wissenschaftlichen Namen leiten sich auch die Allergen-Bezeichnungen ab: Der p 1 und Der f 1.

Sie beißen nicht, stechen nicht und übertragen keine Krankheiten. Ihr einziges, aber bedeutendes Problem für den Menschen: ihr Kot enthält das Allergen Der-p1, das bei sensibilisierten Personen die Hausstauballergie auslöst.

0,1–0,5 mm

Größe: mit bloßem Auge unsichtbar

~70 Tage

Lebensdauer, in der eine Milbe das 200-fache ihres Gewichts an Kot produziert

1,5 Mio

Milben können in einer durchschnittlichen Matratze leben

Der Lebenszyklus einer Hausstaubmilbe

Eine Hausstaubmilbe durchläuft vier Stadien: Ei, Larve, zwei Nymphenstadien und schließlich das erwachsene Tier. Vom Ei bis zur Geschlechtsreife vergehen bei günstigen Bedingungen etwa drei bis vier Wochen, danach lebt das Weibchen weitere sechs bis acht Wochen und legt in dieser Zeit bis zu 80 Eier. Rechnet man das auf eine Population hoch, wird klar, warum sich Milben in unbehandelten Textilien so schnell vermehren: Aus wenigen Tieren werden innerhalb weniger Monate mehrere Generationen, die sich überlappen und gemeinsam in derselben Matratze leben.

Wichtig für das Verständnis der Allergie ist, dass nicht nur lebende Milben eine Rolle spielen. Auch ihre Kotpellets, abgestreiften Häutungsreste und Kadaver bleiben im Gewebe liegen und zerfallen dort zu feinstem Staub. Ein einzelnes Kotpellet ist nur 10 bis 40 Mikrometer groß, klein genug, um beim Aufschütteln von Bettwäsche oder beim Staubsaugen aufzuwirbeln und tief in die Atemwege einzudringen. Genau darin liegt der Unterschied zu vielen anderen Milbenarten: Hausstaubmilben selbst kommen nie mit der Haut in Kontakt, ihr Abfallprodukt aber schon, und zwar über die Atemluft.

Wie sie leben

Wo sie sich in der Wohnung konzentrieren

Matratzen sind der Hauptsammelpunkt, aber bei weitem nicht der einzige. In Teppichen und Teppichböden finden Milben ein ähnlich günstiges Mikroklima wie im Bett: Fasern speichern Feuchtigkeit, Staub und Hautschuppen sammeln sich in der Tiefe, und Staubsaugen erreicht selten mehr als die oberste Faserschicht. Bei Polstermöbeln kommt hinzu, dass sie häufig über Jahre nicht gründlich gereinigt werden, während sie gleichzeitig täglich genutzt werden und damit ständig neue Hautschuppen liefern.

Auch Kuscheltiere, Vorhänge und Bücherregale gehören zu den unterschätzten Rückzugsorten, vor allem in Kinderzimmern. Anders als im Bett fehlt dort zwar oft die Körperwärme, doch reicht die Raumfeuchte in schlecht gelüfteten Räumen häufig aus, damit sich Milben halten können. Wer die Belastung senken will, sollte deshalb nicht nur die Matratze im Blick haben, sondern die Textilmenge im Schlafbereich insgesamt reduzieren und regelmäßig lüften, um die Luftfeuchte konsequent unter der kritischen Marke von 50 % zu halten.

Warum das Bett ihr Reich ist

Im Bett kommt alles zusammen, was Milben brauchen: Körperwärme, die Feuchtigkeit aus dem Schwitzen (wir geben nachts bis zu 0,5 l Wasser ab) und ein stetiger Nachschub an Hautschuppen. Deshalb konzentriert sich die Allergen-Belastung dort, und deshalb ist das Schlafzimmer der wichtigste Ansatzpunkt. Mehr dazu: Milben im Bett.

Welche Milbe ist es? Die große Abgrenzung

Die wichtigste Erkenntnis vorweg: Wenn es juckt und sticht, sind es keine Hausstaubmilben. Im Netz werden ständig Milbenarten verwechselt. Diese Übersicht ordnet sie ein. Klick dich zur passenden Art:

Hausstaubmilben reduzieren

Da Hausstaubmilben nicht beißen, geht es nie um „Bekämpfung gegen Stiche", sondern um die Reduktion der Allergen-Last. Die Strategie steht im Bekämpfungs-Guide. Hier in Kürze:

Drei Hebel: Luftfeuchte unter 50 % (Milben vertrocknen) · Encasing + 60-°C-Wäsche (physische Barriere + Hitze denaturiert Der-p1) · enzymatische Allergen-Reduktion auf nicht waschbaren Textilien. Zusammen senken sie die Belastung unter die Symptomschwelle.
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Die anderen Hubs.

Nicht bekämpfen.
Allergen reduzieren.

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Über diesen Ratgeber. Geschrieben von der reset & more GmbH, Herstellerin des Allergen Spray p1 gegen Hausstaubmilben. Bevor wir ein Produkt in den Verkauf geben, prüfen wir seine Wirkung gegen das Milbenallergen Der-p1 im HDMA-Labortest und lassen die Hautverträglichkeit von Dermatest bewerten. Aus dieser täglichen Arbeit mit dem Thema Hausstaubmilben kennen wir die Fragen unserer Kundinnen und Kunden. Was wir dabei lernen, schreiben wir in diesen Ratgeber. Eine ärztliche Beratung ersetzt er nicht. Bei anhaltenden Beschwerden gehört die Abklärung in fachärztliche Hände.

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