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Wohnbereich · 7 Min · mit Quellen

Gardinen.
Was sie sammeln, geben sie ab.

Vorhänge werden bei Hausstauballergie selten mitgedacht. Sie sind kein Milbenbiotop wie die Matratze — aber eine große Textilfläche im Luftstrom, die abends beim Zuziehen genau das freisetzt, was sie tagsüber gesammelt hat.

Was Vorhänge mit Allergenen zu tun haben

Gardinen werden bei Hausstauballergie selten mitgedacht, und das hat einen Grund: Sie liegen nicht am Körper, und niemand schläft darauf. Trotzdem sind sie relevant, nur auf eine andere Weise als Matratze oder Sofa.

Ein Vorhang ist eine große, senkrechte Textilfläche im Luftstrom. Er fängt Staub ab, der durch den Raum zieht, und hält ihn im Gewebe fest. Jedes Öffnen des Fensters, jedes Zuziehen am Abend, jeder Luftzug beim Lüften setzt einen Teil davon wieder frei.

Besonders im Schlafzimmer ist das nicht egal. Wer abends die Vorhänge zuzieht und sich danach ins Bett legt, hat gerade eine Staubwolke ausgelöst und atmet sie anschließend liegend ein.

Welche Stoffe sammeln, welche nicht

Entscheidend ist die Oberfläche. Schwere, raue oder strukturierte Stoffe — Samt, grober Leinen, Chenille, alles mit Flor — halten deutlich mehr Staub als glatte, dicht gewebte Materialien. Ein leichter, glatter Vorhang aus Baumwolle oder Polyester lässt Staub eher abrutschen.

Der zweite Punkt ist die Waschbarkeit. Ein Vorhang, der 60 Grad verträgt und ohne Spezialbehandlung in die Maschine passt, ist für Allergiker die bessere Wahl als ein aufwendiger Dekostoff, der in die Reinigung müsste und deshalb faktisch nie gereinigt wird.

Rollos, Plissees und Jalousien sind eine Alternative, aber keine automatische Lösung. Glatte Lamellen lassen sich feucht abwischen und sammeln wenig — Stoffrollos verhalten sich dagegen wie Vorhänge, nur dass man sie schlechter abnehmen kann.

Wie oft Gardinen gewaschen gehören

Zweimal im Jahr ist für Wohnräume ein üblicher Rhythmus. Im Schlafzimmer eines Allergikers ist häufiger sinnvoll, etwa alle drei Monate — nicht weil dort mehr Staub entsteht, sondern weil die Exposition dort am längsten wirkt.

Beim Waschen gilt dasselbe wie bei der Bettwäsche: 60 Grad tötet Milben, jede Temperatur spült das wasserlösliche Allergen aus. Wenn der Stoff nur 30 Grad verträgt, wird zumindest das Allergen entfernt.

Ein praktischer Hinweis, der oft fehlt: Gardinen leicht feucht aufhängen und austrocknen lassen, statt sie im Trockner zu behandeln. Das spart das Bügeln und vermeidet Einlaufen — und der Raum bekommt beim Trocknen ohnehin Feuchtigkeit, die anschließend rausgelüftet gehört.

Das Fenster dahinter

Ein Punkt, der bei Vorhängen fast immer fehlt: Sie hängen genau dort, wo im Winter die Luftfeuchtigkeit am höchsten ist. An kalten Scheiben kondensiert Wasser, und der Vorhang davor liegt in dieser feuchten Zone.

Das ist für Milben interessant, weil sie kein Wasser trinken, sondern Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen. Ein Bereich, der regelmäßig feucht wird und schlecht abtrocknet, ist für sie deutlich attraktiver als der trockene Rest des Raums. Wer im Winter bei geschlossenen Vorhängen lüftet, trocknet die Scheibe, aber nicht den Stoff davor.

Praktisch heißt das: Beim Stoßlüften die Vorhänge zur Seite ziehen, damit die Fensterlaibung und der Stoff mit abtrocknen. Und wenn sich regelmäßig Kondenswasser bildet, ist das ein Hinweis auf ein größeres Thema — dann lohnt der Blick auf die Luftfeuchtigkeit im Raum, nicht nur auf den Vorhang.

Zwischen den Wäschen

Absaugen mit der Polsterdüse hilft, erreicht aber nur die Oberfläche. Ausschütteln verlagert den Staub in den Raum, was im Schlafzimmer wenig bringt — wenn, dann am offenen Fenster und nicht kurz vor dem Schlafengehen.

Für die Zeit zwischen den Wäschen ist der enzymatische Weg praktisch, weil der Vorhang hängen bleiben kann: Allergen Spray p1 wird gleichmäßig aufgesprüht, trocknet an der Luft, und die Bacillus-Stämme produzieren über Wochen die Protease Subtilisin, die Der p 1 zerlegt. Kein Abnehmen, kein Aufhängen, kein Bügeln.

Kurz gefasst. Vorhänge sind kein Milbenbiotop wie die Matratze, aber ein Staubspeicher im Luftstrom — und sie geben beim Zuziehen ab, was sie gesammelt haben. Glatte, waschbare Stoffe schlagen schwere Dekostoffe. Im Schlafzimmer alle drei Monate bei 60 Grad, dazwischen enzymatisch behandeln.

Häufige Fragen

Sollte ich im Schlafzimmer ganz auf Gardinen verzichten?

Nicht zwingend. Ein leichter, waschbarer Vorhang, der regelmäßig in die Maschine geht, ist unproblematisch. Problematisch sind schwere Dekostoffe, die faktisch nie gereinigt werden. Wer ohnehin neu einrichtet, fährt mit abwischbaren Rollos oder Jalousien am einfachsten.

Wie oft muss ich Gardinen waschen?

In Wohnräumen zweimal im Jahr, im Schlafzimmer eines Allergikers eher alle drei Monate. Nicht weil dort mehr Staub anfällt, sondern weil die Exposition beim Schlafen am längsten wirkt.

Reicht Absaugen statt Waschen?

Absaugen holt Oberflächenstaub und ist als Zwischenpflege sinnvoll. Das im Gewebe gebundene Allergen erreicht es kaum. Es ersetzt die Wäsche nicht, verlängert aber den Abstand dazwischen.

Sind Rollos besser als Stoffvorhänge?

Glatte Lamellen oder Kunststoffrollos lassen sich feucht abwischen und sammeln wenig — das ist ein echter Vorteil. Stoffrollos verhalten sich dagegen wie Vorhänge, nur dass man sie schlechter abnehmen und waschen kann.

Behandeln, ohne abzunehmen

Allergen Spray p1 wird direkt auf den hängenden Vorhang aufgetragen und baut Der p 1 im Gewebe ab.

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